Schlüssel für Alliander Pilotprojekt „energetisches Musterhaus" übergeben

Heinsberg, 09.07.2010. - Das ehemalige Feuerwehrgebäude im Industriepark Oberbruch in Heinsberg wird heute offiziell dem Netzbetrieb der Alliander Netz Heinsberg AG übergeben. Wolfgang Dieder, Bürgermeister der Stadt Heinsberg, überreicht  dem Netzbetrieb dazu symbolisch den Schlüssel in Anwesenheit der am Umbau beteiligten Partnerfirmen, des Vorstands der Alliander sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alliander in Heinsberg.  

Im Zuge der Restrukturierung des Standorts wurde die Werkfeuerwehr aufgelöst und der abwehrende Brandschutz auf die Stadt Heinsberg übertragen. Das freigewordene Gebäude an der Glanzstoffstraße 10 wurde vom Netzbetrieb übernommen, modernisiert und ist ab sofort Anlaufstelle für die Heinsberger Netzkunden und Service Center für Energieberatung.

Gleichzeitig realisiert Alliander mit diesem Gebäude das Pilotprojekt „energetisches „Musterhaus", mit dem das Unternehmen ein Zeichen setzt für seine nachhaltige Unternehmensstrategie Alliander das grüne Netz®. Nachhaltigkeit bedeutet für Alliander eine ausgewogene Zielsetzung zwischen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaftlichkeit zum Wohle der heutigen und zukünftigen Generationen. Dazu investiert Alliander in Deutschland in neue intelligente Versorgungsnetze, um die maximale Einspeisung lokal erzeugter Energie zu ermöglichen und eine zuverlässige und wirtschaftliche Energieversorgung zu gewährleisten. In Heinsberg stammt bereits ein Drittel der Energie, die Alliander durch das Netz von Heinsberg durchleitet, aus dezentraler Erzeugung. Damit liegt Heinsberg im Bundesdurchschnitt mit an der Spitze.

Das Pilotprojekt ist ein in der Region einmaliges Beispiel für dezentral erzeugte Energie. Das Gebäude weist ein energetisches Gesamtkonzept auf, mit dem es sich autark versorgt und zusätzlich noch Energie ins Netz eingespeist werden kann. Dieses Konzept erstellte Alliander in Kooperation mit Partnern, dem Brennstoffzellenhersteller CFCL und der Firma Jürgen Hohnen.

Alliander betreibt hier die erste in der Region installierte Brennstoffzelle, die 1,5 kW Strom und 1 kW Wärme erzeugt, eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenlast von 21 kW, eine Solarthermie und ein Kleinwindrad, das bis zu 1,8 kW Strom erzeugt. Versorgt wird eine 600 Quadratmeter große Fahrzeughalle, 325 Quadratmeter Bürofläche und 325 Quadratmeter Werkstatt mit Lager und Sozialräumen.

Neben dem Energie-Konzept wurde auch das Gebäude selbst unter Berücksichtigung der neuesten Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) modernisiert. Die Gebäudehülle ist mit einem modernen Wärmeverbundsystem entsprechend EnEV 2009 versehen. Im Innern wurde das Gebäude auf die betrieblichen Abläufe zugeschnitten. Das bautechnische Konzept und seine Realisierung erfolgte durch die Firmen Florack und Frauenrath.

 

Über Alliander   

Mit über 2,9 Millionen Kunden ist Alliander der größte Betreiber von Strom- und Gasnetzen in den Niederlanden. In Deutschland bietet das Unternehmen den Betrieb von Energienetzen, öffentlicher Beleuchtung und Lichtsignalanlagen und ist an den Standorten Berlin, Cottbus, Hagen, Heinsberg und Rüsselsheim aktiv. Alliander ist zu hundert Prozent in öffentlicher Hand. Eigner sind niederländische Provinzen und Kommunen. Das eigenständige Netzunternehmen Alliander entstand 2009 vor dem Hintergrund der Gesetzgebung über die unabhängige Netzverwaltung, die die organisatorische Trennung von Netzunternehmen und Produktions- und Versorgungsunternehmen vorsieht. Bei Alliander arbeiten rund 6000 Menschen. Am Standort Heinsberg sind rund 50 Mitarbeiter.

Ansprechpartner Presse

Susanne Schwab
Leitung Kommunikation

Boos-Fremery Str. 62
52525 Heinsberg

Tel.: 02452 / 15 22 93
Fax: 02452 / 15 26 20
Mobil: 0160 / 90 72 53 42
E-Mail: susanne.schwab@alliander.com